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Erklärung des Begriffs: Client Activated Object (CAO)
Was ist Client Activated Object (CAO)?

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Begriff Client Activated Object
Abkürzung CAO
Synonyme/Aliase

Erläuterung des Begriffs Client Activated Object

Gebiet: .NET Remoting / Aktivierungstypen

.NET Remoting bietet drei verschiedene Varianten der Objektaktivierung, die Einfluss auf den Ablauf des Remoting haben. Auf oberster Ebene ist zunächst einmal zu unterscheiden zwischen:
- Objekte mit Server-Aktivierung (Server-Activated Objects – SAO, auch: Well-Known-Type)
- Objekte mit Client-Aktivierung (Client-Activated Objects – CAO, auch: Activated Type)

Bei der Server-Aktivierung verwaltet der Serverprozess die Instanzen. Hier gibt es zwei Unterfälle:
- Single Call: Bei jedem Methodenaufruf wird eine neue Objektinstanz erzeugt. Folglich müssen die Objekte zustandslos sein, da zwei nachfolgende Methodenaufrufe nicht das gleiche Objekt erreichen.
- Singleton: In diesem Fall existiert nur eine Objektinstanz, bei der alle Client-Objekte ein und dasselbe Server-Objekt verwenden. Ein solches Objekt eignet sich zum Austausch von Daten zwischen Clients.

Bei der Client-Aktivierung erhält der Client die Kontrolle über Art und Anzahl der Server-Objekte. Hier wird bei jeder Instanziierung im Client ein zugehöriges Objekt auf dem Server erzeugt, d.h. die Anzahl der Objekte, die der Client sieht entspricht der Anzahl der Objekte auf dem Server.

Programmierung



Leider unterscheiden sich die Aktivierungstypen etwas hinsichtlich der Behandlung im Code. Erschwerend kommt hinzu, dass die Klassenbibliothek nicht die Begriff CAO und SAO verwendet. Der CAO-Fall heißt Activated Type. Ein SAO wird hier Well Known Type genannt. Dementsprechend bietet die Klasse RemotingConfiguration die beiden statischen Methoden RegisterActivatedServiceType() und RegisterWellKnownServiceType() an. Wenigstens Singleton und SingleCall erscheinen in der WellKnownObjectMode-Enumeration.
Bei der Registrierung eines Objekts für den Fernzugriff ist neben dem Objekttyp auch ein Anwendungsname anzugeben. Der Objekttyp kann im SAO-Fall durch eine Klasse oder eine Schnittstelle angegeben werden. Die Nutzung einer Schnittstelle hat den Vorteil, dass dem Client nur die Schnittstelle kennen muss, nicht die eigentliche Implementierung. Im CAO-Fall ist eine Klasse zu verwenden – die Aktivierung ist nur über die Schnittstelle nicht möglich.
Auf der Client-Seite kommt die Klasse System.Activator zum Einsatz. Dabei werden beide SAO-Fälle gleich behandelt. Der Unterschied zwischen CAO und SAO manifestiert sich in der Verwendung der Methode GetObject() für SAOs und CreateObject() für CAOs.

Querverweise zu anderen Begriffen im Lexikon

Client-Activated Object
Server-Activated Object
Well-Known-Type
Activated Type
Registrierung
.NET Remoting
Enumeration
SingleCall
Singleton
Manifest