Dieses Schulungsmodul vermittelt Ihnen die Best Practices sowie Tipps und Tricks zum Einsatz von Azure DevOps (ADO) - wahlweise in Bezug auf eine lokale Installation (Azure DevOps Server) und/oder den Cloud-Dienst (Azure DevOps Services). Erfahren Sie, wie Microsoft sich den Einsatz von Azure DevOps denkt und lassen Sie sich von dem Dozenten sagen, wie Sie mit Azure DevOps schneller werden, mit weniger Budgeteinsatz mehr erreichen und bessere Softwarequalität produzieren.
Damit wir Ihnen nichts erzählen, was Sie schon wissen, wird der Experte vorher genau mit Ihnen Ihre Vorkenntnisse und Ausgangslage erörtern. Aus den folgenden Themenfeldern stellen wir im Vorgespräch Ihr individuelles Programm zusammen.
Außerdem können Sie Ihre Fragen stellen, die der Experte dann auf Basis seiner umfangreichen Erfahrungen beantworten wird.
Themenfeld 1: Pipelines as Code
- YAML statt Classic: Versionierung, Code-Review und Wiederverwendung von Pipelines
- Migrationspfad für bestehende Classic-Build- und Release-Pipelines
- Typische Anti-Patterns in gewachsenen Pipelines erkennen und beheben
- Infrastructure as Code mit Terraform (alternativ Bicep): Vorschau der Änderungen im Pull Request, Infrastruktur und Anwendung im selben Ablauf
Themenfeld 2: Wiederverwendung und Standardisierung
- Templates für Steps, Jobs und Stages
- extends-Templates als verbindlicher Standardweg ("Golden Path")
- Zentrales Template-Repository mit Versionierung über Tags
- Templates (Nachfolger der Task Groups) - inkl. Umstieg
Themenfeld 3: Build once, deploy many
- Ein Artefakt unverändert durch alle Umgebungen statt Neubau je Umgebung
- Environments mit Approvals und Checks
- Health-Checks nach dem Deployment und ein fester Rollback-Pfad
- Feature Flags, Canary- und Ring-Deployments statt großer Releases
Themenfeld 4: Sicherheit in Pipelines
- Service Connections mit Workload Identity Federation statt gespeicherter Secrets
- Azure Key Vault und Variable Groups richtig einsetzen
- Least Privilege für Pipelines, Service Connections, Agent-Pools und Repositories
- Secret-Scanning und Prüfung von Abhängigkeiten auf Schwachstellen
- Software Supply Chain Security: SBOM, signierte Artefakte und Container-Images, Container-Scanning - auch mit Blick auf EU Cyber Resilience Act, NIS2 und DORA-Verordnung
- Microsoft-Entra-Tokens (Nachfolger der Personal Access Tokens, PAT) - inkl. Umstieg
Themenfeld 5: Qualitäts-Gates
- Tests, Testergebnisse und Code Coverage in jeder Pipeline
- Coverage-Schwellen, die sich schrittweise anheben lassen
- "Grün mit null Tests" verhindern
- Flaky Tests erkennen und behandeln
- Statische Codeanalyse, z. B. mit SonarQube
Themenfeld 6: Versionierung und Rückverfolgbarkeit
- Semantic Versioning (SemVer), z. B. mit Nerdbank.GitVersioning
- Durchgängige Verknüpfung von Work Item, Commit, Build und Deployment
Themenfeld 7: Agents und Build-Infrastruktur
- Microsoft-hosted Agents, Self-hosted Agents oder Managed DevOps Pools (nur Services): Wann ist was sinnvoll?
- Self-hosted Agents absichern und aktuell halten (Agent-Updates, Node-Versionen der Tasks)
- Feste Image-Versionen statt "latest"
Themenfeld 8: Build-Performance
- Caching von Paketen und Abhängigkeiten
- Parallelisierung und Matrix-Builds
- Shallow Fetch und schlanke Checkouts
Themenfeld 9: Repositories und Branching
- Branch-Strategien (z. B. Trunk-based Development, GitHub Flow, Release-Branches)
- Branch Policies, Pflicht-Reviewer und Build Validation
- Git (Nachfolger von Team Foundation Version Control, TFVC) - inkl. Umstieg
Themenfeld 10: Azure Boards
- Prozessanpassung per Vererbung statt XML, wo immer möglich
- Wenige, klar definierte Work Item-Typen
- Areas, Iterationen und Teams sinnvoll schneiden
- Delivery Plans für die teamübergreifende Planung
Themenfeld 11: Betrieb und Überwachung
- Retention-Regeln und Aufräumen
- Benachrichtigungen ohne Mailflut
- Dashboards und Analytics (OData, Power BI)
- Typische Fehlerbilder in Pipelines und wie man sie schnell findet
Themenfeld 12: Aktuelle Änderungen und Abkündigungen bei Azure DevOps
- Microsoft ändert laufend Sicherheits- und Plattformvorgaben. Wir gehen die zum Schulungszeitpunkt aktuellen Änderungen durch und klären, was bei Ihnen zu tun ist.
- Beispiele (Stand 2026/27): Ablösung globaler Personal Access Tokens, neuer Aussteller für Workload Identity Federation, automatische Deaktivierung unbenutzter Service Connections, Umstellung von OAuth-Apps auf Microsoft Entra ID, Wechsel der Microsoft-hosted Build-Images
Themenfeld 13 (optional): KI in Azure DevOps mit dem Werkzeug Ihrer Wahl (z. B. GitHub Copilot, Claude Code (Anthropic), Codex (OpenAI), Cursor, Windsurf)
- KI bei Work Items, Pull Requests und der Fehleranalyse von Pipelines
- KI-Code-Reviews in Pull Requests, z. B. Copilot Code Review für Azure Repos (nur Services)
- Anbindung von KI-Agenten über die Azure DevOps REST API und den Azure DevOps MCP Server (nur Services)
- KI-Agenten in Pipelines absichern: Prompt Injection über Pull Requests und Work Items, keine Secrets im Agent-Job, minimale Rechte
- Leitplanken: Datenschutz, Governance, Rechte von KI-Agenten begrenzen
Optional: Azure DevOps und GitHub - Hybrid oder Migration
- Microsofts aktuelle Ausrichtung: GitHub für den Quellcode, Azure DevOps weiterhin für Boards, Pipelines und Test Plans
- Hybridbetrieb: Azure Boards und Azure Pipelines mit GitHub-Repositories
- Migration von Azure Repos nach GitHub (z. B. GitHub Enterprise Importer, Enterprise Live Migrations)
- Vergleich mit GitHub Actions und GitLab CI: Stärken, Schwächen, Migrationspfade
Optional: Vorbereitung auf die Zertifizierung AZ-400 (Microsoft Certified: DevOps Engineer Expert)
Optional: Review Ihrer bestehenden Umgebung
- Gemeinsame Sichtung Ihrer Pipelines, Projekte und Prozesse
- Befunde mit konkreten Verbesserungsvorschlägen
- Priorisierte Maßnahmenliste: Quick Wins, mittelfristige und strategische Maßnahmen